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Wenn ein Orchester spielt kennt jeder Musiker die Partitur und wenn er sie auch immer nur ein paar Takte voraus liest. Keiner trifft den Ton sofort sondern es dauert etwas auch wenn nur den Bruchteil einer Sekunde. Es geht um so schneller je länger das Musikstück geht. Eine Nervenbahn besteht aus vielen Instrumenten. Wenn ein Signal über die Bahn läuft so zeigt es zuerst die Partitur oder auch nur einen oder mehrere Takte voraus. Wenn es dann darauf ankommt schnell und vor dem Reiz beim Gehirn an zu kommen läuft also ein unterschwelliges Stimmanzeigesignal in unvorstellbarer Geschwindigkeit dem Reizsignal voran, welches rechtzeitig kompensiert oder abgefangen werden kann. Das nannte von Holst das Reafferenzprinzip, erkannte aber nicht die volle Bedeutung und postulierte es nur für den Muskel und ließ die prästabilierte Harmonie außer acht, die er nie kennen lernte. Es ertönen zwei Musiken, die gegeneinander laufen und sich gegenseitig auslöschen und die Empfindung hervor rufen. Wenn es klappt sogar eine sehr schöne harmonische. Es wird Wärme gewonnen und kaum etwas verletzt. Das Einstimmungssignal läuft dabei unterschwellig und wir sollten darum nicht mehr von Reaktion sondern reizbezogener Einstimmung sprechen. Da diese Einstimmung so schnell prästabiliert harmonisch läuft können fast alle Organe gewarnt werden und die Gegenaktion rechtzeitig gestartet werden (siehe absolute Refraktärzeit). |
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