Pfiffikus
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Gedanken

Wer weiß, ob die Gedanken nicht auch einen ganz winzigen Lärm machen, der durch feinste Instrumente aufzufangen und empirisch (durch Vergleich und Experiment) zu enträtseln wäre. Das schrieb 1896 Christian Morgenstern, als wenn er meine Schalltheorie des Denkens und der Nervenleitung gekannt hätte. Ich erinnere daran, daß die Interstitiumsaiten im Gehirn und überall im Körper negativ druckvorgespannt sind und schwingen und klingen, bereit jede Störung sofort an zu zeigen. Dieser Unterdruck im Interstitium, welches den ganzen Körper durch zieht entspricht dem Vakuum im Weltall, welches keine freie Energie sondern unendliche Empfindsamkeit besitzt. Es ist das Nichts, welches alles zusammenhält. So paradox das klingt. Es kann nämlich nur einen negativen Druck entwickeln. Es ist dünner als jeder Geist sei er noch so feinstofflich. Meine Theorie verbindet Nichts und Alles zu einem ganzen.

Die Nerven haben mit dem Denken also eigentlich nur indirekt etwas zu tun. Denken Sie daran, daß über 99 Prozent aller Lebewesen keine Nerven besitzen. Mit Nerven läßt sich nur schneller reagieren. Botulinus das wirksamste Gift der Natur blockiert alle Nervenverbindungen oder Synapsen, aber das Denken oder die Empfindsamkeit bleibt bis zum Tode. Sie lächeln wenn sie sterben.

Sie kennen meine Lückentheorie des Denkens und Lebens, das vor allem eine Keimung ist. Hier eine herrliche Persiflage wieder vom gleichen Dichter und Denker.

Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum, hindurch zu schaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da - und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus. Der Zaun indessen stand ganz dumm, mit Latten ohne was herum. Ein Anblick gräßlich und gemein. Drum zog ihn der Senat auch ein. Der Architekt jedoch entfloh nach Afri- od- Ameriko.

Was wären wir ohne unsere Lücken?


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