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Höhlengleichnis von Platon

An der Akademie von Platon stand sinngemäß: Wenn Du kein Geometer bist, dann überschreite diese Schwelle nicht. Aristoteles wurde deshalb rausgeschmissen. Die Geometrie in Altgriechenland war heilig und algebraische Beweise galten nichts. Erst Apollonius mit seinen Kegelschnitten brach mit dieser Tradition. Er hatte die analytische Geometrie von Descartes vorweg genommen. Genau wie Archimedes schon den Grenzübergang bei der Berechnung von Pi beherrschte, was erst Cusa, Leibniz und unvollkommener Newton vollendeten. Damit waren Geometrie und Algebra vereint. Die größte Leistung des allzu großen Wahrheitsfanatikers Platon war aber sein Höhlengleichnis. Wir als gefangene Sklaven in einer Höhle können die Wahrheit nur verzerrt und als Schatten an einer Wand erkennen, weil wir nur in eine Richtung sehen können und müssen, denn das Leben geht immer nur chiralisch vorwärts. Die Vergangenheit kann nur in Zeitraffersprüngen aufgeschrieben oder formalisiert verzerrt wiedergegeben werden. Wir müssen uns mit dem Wesen begnügen. Es existiert aber nur in unserem Inneren als individuelle virtuelle verkleinerte Abbildung oder unnachahmlicher Fingerabdruck. Die Lücken müssen bei der Keimung gefüllt werden. Versuchen Sie einmal aus einem Fingerabdruck die Hand zu rekonstruieren, dann können Sie sich in die Lage eines Keimes versetzen, der ein Elefant werden soll. Da müssen Sie vor allem viel Humor und Phantasie haben.

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