|
Wir haben vier Geschmäcker auf der Zunge. Erstens süß, denn ohne Zucker wäre das Gehirn und ein Nerv schon nach 4 Minuten Abwesenheit dessen irreversibel geschädigt. Zweitens sauer, denn ohne Säure kann es keine Erregung geben. Jeder Erregung geht eine Ansäuerung voran. Drittens salzig, denn ohne Kochsalz (Natriumchlorid) könnten unsere Nerven nicht funktionieren. Das Natrium ist ein wichtiger und schneller Zwischenträger des dichten Wassers und das Chlorid kann ansäuern durch Salzsäurebildung. Viertens bitter. Wozu das??? Ein Irrtum der Natur??? Bestimmt nicht. Bittere Erfahrungen haben der Natur gezeigt, daß dieser Geschmack unentbehrlich ist auch wenn unsere Kinder nichts bitteres mehr kennen und deshalb auch kränker als früher sind. Eine Medizin, die nicht bitter ist, hilft viel weniger, was unsere altvorderen noch genau wußten. Auch die Schimpansen essen bei Krankheiten bittere Medizin von ihren Apothekenbäumen. Wermut macht den Magen gesund, weil er so bitter ist. Bitte, bitte lieber Leser mache Du bewußt bittere Erfahrungen. Höre auf Deine Urgroßeltern und Deine Vorfahren. Wahrscheinlich ist Bitternis die einzige Beruhigung für uns. Denken Sie auch an den bitteren Hopfen im Bier ... Einfach unentbehrlich ..... Siehe Niere als Verbinder zur Außenwelt und wässerigstes Organ ......... Alle vier Stoffe und Qualitäten, die wir schmecken sind wasserlöslich und gehören darum zur Außenwelt in Zelle und Körper. Die Geschmäcker dienen also zur Kommunikation mit der Außenwelt und der schnellen Charakterisierung und Eignungsprüfung dieser. Alle werden wegen der Wasserlöslichkeit auch durch die Niere geschleust und sagen ihr wie schnell sie arbeiten muß. Je mehr Geschmack um so schneller. |
|